schönes Beton-Dresden!

Da fühlt sich der Mensch wohl, Beton so weit das Auge reicht. Klar, als organisches Wesen mag man es am liebsten steril und schön betoniert. Wem geht das nicht so? Vielleicht all Denen, die am Wochenende dringend den Weg in die Natur suchen? Für die Anderen gibt es die mit Liebe betonierten Stellen in unserer Stadt:

 

Poststrasse – Jetzt ist sie kahl…

Es hat mir fast den Atmen verschlagen, als ich es das erste Mal sah! Kaum, dass ich mich getraut habe einmal nachzusehen. Aber hier sind sie nun, die neuen Fotos von der bald neuen Poststrasse:

Ein Nachtrag: Ich habe auch hierzu meinen Unmut an das Amt für Stadtgrün gerichtet und von dort folgende Antwort im Mai 2017 erhalten:

„(…)vielen Dank für Ihr mit Ihrer Anfrage bekundetes  Interesse am Dresdner Stadtgrün. Natürlich ist die Landeshauptstadt Dresden generell daran interessiert, ihren Altbaumbestand als Bestandteil ihrer Werte gesund zu halten, zu erhalten sowie zu erweitern und damit auch im Straßenraum das Image einer grünen Stadt zu bewahren. 

Mit der von Ihnen angesprochenen Verkehrsbaumaßnahme zum grundhaften Ausbau der Poststraße zwischen Kesselsdorfer Straße und Bonhoefferplatz wurde im Rahmen eines intensiven Planungs- und Abstimmungsprozesses grundsätzlich erreicht, diesem Anspruch gerecht zu werden. Bei derart komplexen Maßnahmen sind sehr viele weitere Belange der Verkehrs- und Medienerschließung sowie der Verkehrssicherheit zu beachten sowie abzuwägen.
 

Der Altbaumbestand im Abschnitt zwischen Kesselsdorfer Straße und Schillingstraße wurde in die Planung integriert und entsprechend der Möglichkeiten erhalten. Zwischen Schillingstraße und Bonhoefferplatz ist die gesamte Straßenachse zu Gunsten einer besseren Aufteilung der Seitenräume und einer neuen Baumallee um ca. 3,50 Meter in westlicher Richtung verschoben worden. Hier war ein Baumerhalt der insgesamt neun betroffenen Altbäume von vorn herein nicht möglich. Durch den mit der Achsverschiebung verbundenen Gewinn von Gehwegbreite auf der Ostseite konnte auch dort eine Baumreihe eingeordnet werden. Erst dadurch war die Fortführung der Allee bis zum Bonhoefferplatz möglich. 
Im Abschnitt zwischen Kesselsdorfer Straße und Schillingstraße konnten drei wertvolle und vitale Altbäume während der Baumaßnahmen erhalten werden, was mit intensiven Schutzmaßnahmen und Aufwendungen verbunden war. Die übrigen fünf Bestandsbäume mussten wegen zu großer Eingriffe in die Wurzelräume im Zusammenhang mit vorhandenen Vorschädigungen wegen nicht mehr zu gewährleistender Verkehrssicherheit gefällt werden. Diese fünf Bäume wurden am gleichen Standort ersetzt. 

In der Poststraße ist mit dem grundhaften Ausbau eine nachhaltige Erneuerung des Straßenbaumbestandes als Allee erfolgt. Notwendigen 14 Baumfällungen stehen insgesamt 53 Straßenbaumneupflanzungen entgegen. Drei Straßenbäume konnten erhalten werden. 
Wir sind sicher, dass der Straßenraum mit der Baumaßnahme sehr an Aufenthaltsqualität gewonnen hat und in wenigen Jahren durch das umfangreiche Großgrün geprägt sein wird.“

Zwar kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen, warum die Sanierung nicht unter Erhalt der wunderschönen Altbäume hat stattfinden können (gefühlt stehen die neuen Bäume an der selben Stelle wie die alten), doch danke ich für die umfangreiche Antwort!